Effektive und konstruktive Führung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gute, effektive Führung…

  • besteht darin, den Mitarbeitern genau die Orientierung und Unterstützung zu geben, die sie benötigen, um sich selber Ziele zu setzen und diese zu erreichen.

  • besteht darin, gutes Handwerk zu liefern: nämlich Aufgaben delegieren, Mitarbeitergespräche führen, Meetings moderieren, mit Geschäftsführung, Betriebsräten, Kunden und Partnern verhandeln etc.)

  • braucht ein Gespür für Menschen (soziales Know-how), ihre Fähigkeiten und ihre Grenzen. Letztere sind eher im Persönlichkeitstyp festgelegt als durch die Intelligenz oder die Ausbildung bedingt.

  • braucht eine passende Haltung: Zum Beispiel „Führung als Dienst für die Organisation“ zu verstehen.

 
Führungskräfte müssen nicht charismatisch sein. Sogar wenn es darum geht, ambitionierte Strategien oder große Transformationen in die Tat umzusetzen. Im Gegenteil: Nach verschiedenen Studien sind langfristig erfolgreiche Führungskräfte eher "intelligent konservativ" als visionär und revolutionär.

Wir geben zu bedenken: Charismatisch bedeutet leider eben oft auch narzisstisch. Gute Führungskräfte aber hören auf ihre Mitarbeiter, sehen sich selbst als Diener für die Organisation und haben eine lange Erfahrung in Branche und Unternehmen.

Führung und Ausführung sind aufeinander angewiesen und ergänzen einander: Ohne Menschen, die sich in der Ausführung engagieren, geht Führung ins Leere; umgekehrt sind ohne Führung keine grundlegenden Veränderungen möglich, jedenfalls nicht in großen sozialen Systemen. (Winfried Berner)

Gutes Management ist selbstverständlich auf der ständigen Suche nach Verbesserung. Und das heißt eben auch große und viele kleine Veränderungen anzustoßen und nachhaltig wirksam umzusetzen. Veränderungen, Adoption (Akzeptanz und Annahme durch die Mitarbeiter) und nachhaltige Umsetzung sind da fast schon das Tagesgeschäft einer Führungskraft. Anders formuliert: Für eine reine Bestandsverwaltung braucht es keine Führung, das heißt keine Entscheidungen, keine Orientierung für die Mitarbeiter.

Führungskräfte brauchen also Gestaltungswillen und Gestaltungkraft für Veränderungen und sie brauchen den Mut zu Entscheidungen unter Unsicherheit. Umso mehr, wenn Märkte sich permanent im Umbruch befinden und Veränderungen im Umfeld an der
Tagesordnung sind. Führungskräfte, die keine Risiken eingehen wollen und ganz bedächtig „zuerst alle Informationen“ sammeln  wollen, sind als Manager eher ungeeignet. Denn schnell frisst langsam.

Führung muss k
onstruktiv sein. Das heißt gestalterisch, nutzbringend, förderlich und ermutigend. In der Sache und für die Mitarbeiter. Führung muss konstruktiv sein, weil Führung

  • immer häufiger in einem hochdynamischen Umfeld stattfinden muss und nur Veränderungen und Innovationen den Wettbewerbsvorteil sichern können
  • sich immer öfter an bestausgebildete Mitarbeiter richten muss und eine hochproduktive Wissensarbeit nur unter konstruktiven Rahmenbedingungen stattfindet.

Zu guter Letzt: Führung ist ein unsichtbares Phänomen, das in den Köpfen der Mitarbeiter entsteht. Wer selbstbewusst diesen Satz verinnerlicht, ist auf dem Weg zu einer charismatischen und nicht egomanischen Führungspersönlichkeit.